Funkmikrofone, Vorteile des drahtlosen Funkmikrofon

Seit den 1960er-Jahren experimentierten mehrere Mikrofon-Hersteller mit einer drahtlosen Funkübertragungen vom Mikrofon zum Verstärker. Nach und nach wurden in der Geschichte der Funkmikrofone immer neue Verbesserungen der Klang- und Übertragungsqualität erreicht, sodass heute praktisch keine Unterschiede mehr zwischen einem normalen Mikrofon einem drahtlosen Funkmikrofon zu hören sind. Daher sind die Funkmikrofone heute der Standard.

Die Vorteile eines Funkmikrofons liegen auf der Hand: Es besteht mehr Bewegungsfreiheit und Stolperfallen durch Kabel werden vermieden. Die kabellose Übertragung ist ein Segen für Menschen, die ihre Fähigkeiten auf einer Bühne präsentieren. So können beispielsweise Sänger und Musiker mit einem Funkmikrofon ohne Rücksicht auf Kabel eine Show darbieten. Die Flexibilität gilt ebenso für andere Bereiche. So ist es nicht mehr erforderlich, die Mikrofone aufwendig mit dem Mischpult zu verkabeln. Dadurch wird der gesamte Auf- und Abbau einer Soundanlage weniger arbeitsintensiv. Ein Funkmikrofon benötigt zum Betrieb Batterien oder Akkus.

Unterschiedlichen Mikrofonarten

Technisch sind mehrere Mikrofonarten bei einem Funkmikrofon zu unterscheiden:

  1. Handsender: Sehr präsent bei Live-Auftritten von Musikern sind sogenannte Handsender. Ein Handsender ist ein Funkmikrofon, in dem der Sender direkt eingebaut ist. Die Übertragung zum Empfangsgerät ist ohne zusätzlichen Sender möglich. Popsänger nutzen dieses Mikrofon in der Regel.
  2. Kopfbügelmikrofon; Wenn mehr Freiheit für Arme und Hände benötigt wird, ist ein Kopfbügelmikrofon mit Taschensender erforderlich. Durch die Befestigung des Funkmikrofons am Kopf ist es zum Beispiel möglich, dass Schlagzeuger oder Tänzer singen können. Auch bei einer Präsentation vor größerem Publikum kann ein Headset mit Taschensender sinnvoll sein.
  3. Instrumentenkabel: Einem ähnlichen Prinzip folgen die Funkmikrofone in Form eines Instrumentenkabels. Allerdings ist es erforderlich, dass der Musiker ein Taschensender trägt. Denn die Reichweite eines Mini Mikrofons ist sehr begrenzt. Der Taschensender verstärkt die Signale und sendet diese zum eigentlichen Empfangsgerät. Ein klassisches Anwendungsbeispiel sind Gitarren.
  4. Clip-On-Mikrofone: Bei Blasinstrumenten werden statt eines Instrumentenkabels Clip-On-Mikrofone genutzt. Ein solches Funkmikrofon wird an das Instrument angeklickt. Von dort werden die Töne an einen Taschensender übertragen, den der Musiker bei sich trägt und der die Impulse zum Empfangsgerät sendet.
  5. Ansteckmikrofon: Einen sehr wichtigen Bereich deckt das Ansteckmikrofon ab. Dieses Mini Funkmikrofon, das sogenannte Lavalier-Mikrofon, ist eine Allzweckwaffe und wird zum Beispiel bei vielen Sendungen für das Fernsehen sowie bei Diskussionsrunden mit Publikum eingesetzt. Der Klang wird über ein kleines, unscheinbar angebrachtes Mini Mikrofon aufgefangen und über einen Taschensender zum Empfänger gesendet.

Bei der Übertragung vom drahtlosen Funkmikrofon zum Empfänger handelt es sich um eine Hochfrequenzübertragung. Dabei werden die Signale über eine Frequenzmodulation so gesendet, dass diese mit dem Empfangsgerät auf dem gewählten Kanal in Töne umgewandelt werden. Pro Funkmikrofon wird ein Kanal zum Senden und Empfangen benötigt. Die Frequenzbereiche sind durch das Mikrofon vorgegeben und müssen auf andere Mikrofone abgestimmt werden. Eine Zulassung durch die Bundesnetzagentur ist erforderlich.